Doppelsieg für Tell Neubau

Das „Karin-Duo“ holt Gold und Silber

Die beiden Leistungsschützinnen stellten einmal mehr ihre technische und mentale Stärke unter Beweis.

Zuerst gab es nach der Wettkampf-Serie lange Gesichter, weil die Ergebnisse mit 314,0 und 314,5 nicht ihrem gewohnten Standard entsprachen.  Jedoch war die Konkurrenz in der Klasse Seniorinnen C auch nicht stärker und es reichte für das Finale. Auf den Plätze 2 (Karin Eckardt) und 5 (Karin Barth) zogen beide mit 6 Konkurrentinnen ins Finale ein, das an Spannung nicht zu überbieten war.

 

Start-Ziel-Sieg für Karin Barth

Nach den beiden Blöcken mit je 5 Schüssen konnte Karin Barth 106,8 Ringe für sich verbuchen und lag damit bereits mit 2 Ringen Vorsprung in Front. Auch durch eine unerwartete 9,5 im 12. Schuss war sie nicht gefährdet. Mit jedem weiteren Schuss baute sie die deutliche Führung wieder aus und festigte ihre Position.

 

Einen sehr engen Kampf lieferte sich Karin Eckardt mit ihren 3 verbliebenen Konkurrentinnen. Nach dem 16. Schuss konnte sie sich zwar auf Platz 2 vorarbeiten, aber der Abstand zu den Anderen betrug    nur 0, 3 Ringe. Mit soliden Zehnern blieb sie bis in die Medaillenränge im Rennen. Mit einer 10,9 im 22. Schuss verwies sie dann ihre Konkurrentin auf Platz 3 und sicherte sich mit 0,3 Ringen Vorsprung die Silbermedaille.

Aber leider nur ein Sieg für die Oberfränkischen Teams

SG Geroldsgrün – Ehenbachtaler Holzhammer

Im ersten Duell des Tages hatte es der Gastgeber Geroldsgrün mit der Mannschaft von Ehenbachtaler Holzhammer zu tun. Auf Position fünf duellierte sich Michaela Fumy mit Magdalena Kellner. Am Ende stand ein klarer 388:374 Ringe Erfolg für die junge Dame aus der Oberpfalz zu Buche. In der Paarung auf Position vier standen sich Bernd Lederer und Anna Pentner gegenüber. Beide lieferten sich ein spannendes Duell, das Anna am Ende mit 381:378 Ringen knapp für sich entschied und den zweiten Einzelpunkt für Holzhammer einfuhr.

Eine klare Sache war die Paarung auf Position drei. Hier hatte Ersatzschützin Carola Mattes gegen den erfahrenen Julian Kemptner bei der 385:376 Ringe Niederlage keine Chance und der vorzeitigen Sieg für Holzhammer stand fest. Auf Position zwei sorgte Alexander Herrmann mit überragenden 395 Ringen für das Topergebnis des Tages und fuhr auch den Ehrenpunkt für Geroldsgrün ein. Sein Gegner Christian Stahl, der ebenso starke 387 Ringe erzielte, war an diesem Tag leider nicht zu beneiden. An Position eins standen sich Joachim Matthes und Ferdinand Stipberger gegenüber. Konnte Joachim zu Beginn noch mithalten, so zog der Oberpfälzer nach einer 100er Serie davon und ließ dem Geroldsgrüner keine Chance mehr. Mit 389:384 Ringen holte er sich nicht nur den Einzelpunkt, sondern brachte den 4:1 Sieg sicher unter Dach und Fach.

 

SG Bad Berneck – Tiefes Tal Oppersdorf

Im Ihrem ersten Wettkampf des Tages trafen die SG Bad Berneck und Oppersdorf aufeinander. In einer sehr engen Begegnung wechselte die Führung permanent.

An Position fünf konnte Anna Kuchlbauer den ersten Einzelpunkt mit 376:371 Ringen für Bad Berneck verbuchen. An Position vier ließ Sabrina Bär ihrem Gegner Stephan Jobst fast keine Möglichkeiten zum Erfolg und siegte klar mit 386:377 Ringen, somit war der zweite Einzelpunkt für Bad Berneck gesichert.

Auf Position drei lieferte sich Andreas Schürhoff mit seinem Gegner Christian Wimmer ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ab dem 28ten Schuss lagen beide permanent gleichauf, die Führung wechselte hin und her. So fiel erst mit dem letzten Schuss die Entscheidung zu Gunsten des Oppersdorfers. Mit 387:386 Ringen verlor Andreas knapp seinen Einzelpunkt und somit stand es nur noch 2:1 für Bad Berneck.

In der Paarung an Position eins standen sich Gina Holland und Markus Islinger gegenüber. Der Opperdorfer legte mit grandiosen 200 Ringen zur Hälfte des Durchgangs ein Traumergebnis vor, dem Gina an diesem Tag leider nichts entgegenzusetzen hatte. Sie gab jedoch nicht auf und lieferte einen guten Wettkampf ab, verlor aber am Ende mit 385:391 Ringen klar und es stand nach vier Paarungen Remis.

Somit waren alle Augen auf die Paarung auf Position zwei gerichtet. Hier duellierte sich Elisabeth Wolf auf Bad Bernecker Seite mit Stefan Haas. Nach 30 Schuss hatte Elisabeth einen Ring Vorsprung vor ihrem Gegner. Mit einer grandiosen 100er Serie stellte sie die Weichen auf Sieg und konnte am Ende mit 391:385 Ringen den dritten Einzelpunkt, zum viel umjubelten Sieg gegen den Aufsteiger sichern.

 

Ehenbachtaler Holzhammer – Bad Berneck

In der dritten Paarung des Tages ging es für die Bad Bernecker gegen die Mannschaft aus Holzhammer und es sollte wieder ein spannendes Duell werden. An Position eins ließ Ferdinand Stipberger mit ausgezeichneten 392 Ringen Gina Holland, die 383 Ringe erzielte, keine Chance.

Auf Position zwei gab es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Christian Stahl und Elisabeth Wolf. Nach 20 Schuss hatte Elisabeth einen Ring Vorsprung gegenüber ihren Kontrahenten. In einem Herzschlagfinale schossen beide mit 97er Serien aus, so dass der Vorsprung bis zum Ende hielt und Elisabeth mit 388:387 Ringen für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgen konnte.

An Position drei hatte es der Bernecker Andreas Schürhoff mit dem Julian Kemptner zu tun. Auch hier lagen beide nach 20 Schuss gleichauf, jedoch holte sich Andreas in den letzten beiden 10er Serien jeweils einen Ring Vorsprung heraus. So siegte er am Ende mit 385:383 Ringen und die brachte Kurstädter mit 2:1 in Führung.

Ein enges Duell lieferte sich auf Position fünf Anna Kuchlbauer mit Magdalena Kellner aus Holzhammer. Bis zum 30. Schuss lagen beide gleichauf, jedoch behielt die junge Dame aus der Oberpfalz in der letzten Serie mit 97:95 Ringen  die Oberhand, was am Ende den 384:382 Ringe Sieg bedeutete. Somit stand es 2:2 und es sollte die Paarung auf Position vier die Entscheidung bringen.

Die beiden erfahrenen Schützen Markus Ulrich und Sabrina Bär lieferten sich ein grandioses Duell, das praktisch erst mit den letzten drei Schüssen entschieden wurde. Am Ende hatte Markus mit 385:383 Ringen das bessere Ende für sich und holte den wichtigen Einzelpunkt zum 3:2 Mannschaftssieg für Holzhammer.

 

SG Geroldsgrün – Tiefes Tal Oppersdorf

In ihren zweiten Wettkampf musste die gastgebende SG Geroldsgrün im Aufsteigerduell gegen Oppersdorf antreten und ebenso wie am Vormittag war man an diesem Tag einfach nicht in Bestform.

An Position eins hatte Joachim Matthes bei der 380:394 Ringe Niederlage gegen Markus Islinger keine Chance und der erste Punkt ging nach Oppersdorf. Eine ausgeglichene Partie war die Begegnung an Position zwei, in der Alexander Herrmann am Ende aber knapp gegen Stefan Haas mit 384:386 Ringen den Kürzeren zog. In der Paarung an Position drei konnte Karola Matthes in der ersten Hälfte gegen Christian Wimmer noch ein wenig Paroli bieten, jedoch zog der junge Oberpfälzer in der zweiten Hälfte auf und davon.

Mit 385:376 Ringen holte er sich den dritten Einzelpunkt für sein Team.

Auf Position vier hatte Bernd Lederer gegen seine Kontrahentin Stephanie Jobst ebenfalls wenig entgegen zusetzen. Mit 379:372 Ringen ging auch der vierte Punkt in die Oberpfalz.

Ersatzschützin Marlene Bilz an Position fünf konnte mit starken 383 Ringen den fünften Einzelpunkt für Oppersdorf einfahren. Sie ließ Michaela Fumy, die 376 Ringe erzielte, keine Chance und so siegte die Mannschaft aus Oppersdorf mit 5:0.

 

Die Oberfränkischen Teams konnten an diesem Wochenende leider nur zwei Punkte behalten und hatten das mit den Gastgeschenken einfach zu wörtlich genommen.

In der Tabelle der Bayernliga Nord-Ost belegt die SG Bad Berneck mit 6:2 Mannschaftspunkten Platz drei und die SG Geroldsgrün mit 2:6 Punkten Platz sieben, nach vier Wettkämpfen.

Die beiden Topschützen des zweiten Wettkampftages!!!

von links: Markus Islinger (394 Ringe) und Alexander Hermann (395 Ringe)

 

WK Mannschaftspunkte Einzelpunkte Ringe

 

1. Saltendorf

4 8 : 0 18 : 2 7789
2. Holzhammer 4 6 : 2 13 : 7 7685
3. Bad Berneck 4 6 : 2 11 : 9 7674
4. Oppersdorf 4 4 : 4 11 : 9 7658
5. Neumühle 4 4 : 4 11 : 9 7653
6. Zeitlarn 4 2 : 6 7 : 13 7636
7. Geroldsgrün 4 2 : 6 6 : 14 7545
8. Nittenau 4 0 : 8 3 : 17 7522

 

Die nächsten Wettkämpfe bestreiten die oberfränkischen Teams bereits an den nächsten beiden Wochenenden. Die SG Bad Berneck tritt am 5. November auf der Anlage in Holzhammer an.  Hier wartet um 11:30 Uhr der Ligakrösus und Meisterschaftsfavorit aus Saltendorf und um 13:30 Uhr der Aufsteiger aus Nittenau.

Die SG Geroldsgrün bestreitet am Sonntag den 12. November die nächsten Wettkämpfe wenn Sie auf der Anlage in Oppersdorf zu Gast sind. Sie treffen dort um 11:30 Uhr auf die SG Neumühle, sowie um 13:30 Uhr auf den Mitaufsteiger Zeitlarn.

Es wäre super wenn wieder sehr viele Fans die oberfränkischen Mannschaften auf ihrer Punktejagd in die Oberpfalz begleiten würden, um die Teams zu unterstützen.

Peter Baldauf

Liebe Sportschützen,

nachdem es in den letzten Tagen einige Unklarheiten bezüglich der Disziplin 2.42 Sportpistole Auflage gegeben hat, habe ich kurzfristig mit dem Landessportleiter Karl-Heinz Gegner Kontakt aufgenommen und folgende aktuelle Information bekommen:

„Die Technische Kommision hat am letzten Wochenende nochmals über die Probleme vereinzelnder Sportpistolen im Auflagebereich gesprochen. Nach dem Beschluss des Sportausschusses des Deutschen Schützenbundes bleibt die Regelung, sowie es in der Sportordnung steht erhalten. Die Waffe muss in den Prüfkasten ( 300mm x 150mm x 50mm) passen.“

Bitte berücksichtigt dies bei eueren Umbauten und den bevorstehenden Meisterschaften!

Mit Schützengruß

Peter Baldauf Sportleiter Kurzwaffen

JVA- Sportschützen bei Deutscher Meisterschaft im Pech

Am Wochenende fand in Hannover die Deutsche Meisterschaft im Auflageschießen mit der Sportpistole statt. Als zweitbeste Mannschaft Bayerns bei der Bayerischen Meisterschaft haben sich neben den Pistolenschützen aus Grafenwöhr auch die Seniorenmannschaft der JVA- Sportschützen qualifiziert.
Als erster der Mannschaft musste Wolf-Dieter Hartan um 8.00 Uhr antreten. Nach einem schwachen Beginn von 92 und 91 Ringen, hat er sich in der 3. Serie noch auf 96 Ringe steigern können und somit ein Gesamtergebnis von 279 Ringen erreicht.
Heinz Zeller war als zweiter um 9.10 Uhr gefordert und lieferte drei ausgeglichene Serien von 92, 94 und 94 Ringen ab. Zum Ende sollten diese Ergebnis zum 62. und 63. Platz reichen.
Wesentlich besser fand Oskar Wank nach anfänglicher Nervosität in den Wettkampf. Von anfangs 94 und 96 Ringen steigerte er sich in der letzten Serie auf 98 Ringe, was den 18. Platz in der Einzelwertung gebracht hätte. Das Gesamtergebnis hätte sogar zum 7. Platz von 18 Mannschaften in der Mannschaftswertung gereicht.

Nach Abschluss des Durchganges legte Wank seine entladene und mit dem Sicherheitsfaden versehene Waffe ordnungsgemäß auf der Ablage ab. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Standaufsicht unmittelbar hinter dem Schützen und muss dies mitbekommen haben. Nachdem die Aufsicht die Genehmigung zur ordnungsgemäßen Verwahrung der Waffen erteilt hat, legte Wank seine Waffe in den Waffenkoffer, der hinter ihm lag. Dies nahm die Standaufsicht zum Anlass Wank zu disqualifizieren, da dieses Kommando angeblich für den Nebenstand galt. Jegliche Einwände wurden abgelehnt, so dass ein Jurymitglied Wank die rote Karte zeigte und ihn und seine Mannschaft vom Wettbewerb ausgeschlossen hat. Dass die Mannschaft nach diesem Debakel total gefrustet nach Hause gefahren ist, wird wohl jeder verstehen.

Oskar Wank
Pistolen-Auflageobmann